Zukunftsmodelle bis Ende 2026

Mit der Auftaktveranstaltung ist im Kreisdekanat Hattingen-Schwelm die Konzeptionsphase zur Weiterentwicklung der pastoralen Strukturen gestartet. Bis Ende 2026 werden Vertreterinnen und Vertreter der Pfarreien gemeinsam Zukunftsmodelle entwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Analyse der aktuellen Situation, die Entwicklung von Bewertungskriterien, die Erarbeitung verschiedener Modelle sowie die Erstellung einer fundierten Empfehlung für die Programmleitung des Bistums Essen. Die Konzeptionsphase bietet bewusst Raum für offenes Denken, kreative Lösungsansätze und die gemeinsame Suche nach tragfähigen Perspektiven. Rückmeldungen und Erfahrungen aus den Pfarreien sollen dabei an wichtigen Stellen in den Prozess einfließen. Ziel ist es, eine fundierte Empfehlung zu erarbeiten, wie die Pfarreien im Kreisdekanat Hattingen-Schwelm künftig strukturiert und zugeschnitten werden können.

Mit dem Programm "Christlich leben. Mittendrin." wird sich die katholische Kirche zwischen Rhein und Lenne, Emscher und Ruhr in den kommenden Jahren spürbar verändern: Um als Kirche auch in Zukunft mitten in der Gesellschaft präsent zu sein, werden Pfarreien in den kommenden Jahren zu größeren Einheiten zusammengeführt.


Bistum muss 50 Millionen Euro dauerhaft einsparen

Notwendig wird dies nicht zuletzt aufgrund der finanziellen Situation: In diesem Zusammenhang verkündete das Ruhrbistum, dass es bis 2038 schrittweise rund 50 Millionen Euro dauerhaft einsparen muss, um weiter einen ausgeglichenen Haushalt zu erzielen. "Angesichts der radikal sinkenden personellen und finanziellen Ressourcen eines Christentums in der Minderheit müssen bisherige Strukturen effizient zusammengeführt werden", sagte CLM-Programm-‎Manager Johannes Vutz bei einer CLM-Veranstaltung auf Kreisdekanatsebene Anfang 2026. Er hatte gemeinsam mit Kreisdechant Norbert Dudek zur Regionalkonferenz für das Kreisdekanat Hattingen-Schwelm eingeladen. Die Veränderungen werden also neben der Propstei St. Marien ebenso die Pfarreien St. Peter und Paul in Witten, Wetter, Sprockhövel und Hattingen betreffen.

Die Idee sei, alle unterschiedlichen, katholischen Handelnden, von Kirchengemeinden, über Caritas bis hin zu Schulen, Kitas und weiteren sozialen und pastoralen Anbietern stärker zu vernetzen und verbinden. Gleichermaßen wird ein ökumenisches Miteinander aller christliche Konfessionen angestrebt. "Die Kirche der Zukunft im Ruhrbistum wird eine ökumenische Kirche sein", hieß es deutlich. Ziel sei, in einer überwiegend säkulären Welt den christlichen Glauben als eine Option anzubieten.

Pfarreien können sich noch äußern

Eine Idee des CLM sei, kirchliche Strukturen zu verändern, beispielsweise durch die Einführung eines Pfarrsynodalrats und eines hauptamtlichen Pfarreivorstands anstelle des jetzigen Pfarrgemeinderats und Kirchenvorstands.

Deutlich wurde an diesem Abend, dass es sich zurzeit noch um einen offenen Prozess handle. "Es ist hier noch nichts entschieden, zu diesem Zeitpunkt möchten wir den Pfarreien die Gelegenheit geben, sich einzubringen und ihre Ideen und Einwände zu äußern", so Vutz. Das taten viele der Teilnehmenden und notierten auf Flipcharts ihre Gedanken. Diese fließen in die Arbeitsgruppen mit ein, die nun ab dem Sommer 2026 in die Konzeptionsphase einsteigen.

Konkrete Anliegen und Anmerkungen zum CLM-Programm können gerichtet werden an die E-Mail-Adresse: programm-clm@bistum-essen.de

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